In der Klasse 60 ccm kämpften 38 Teilnehmer, darunter alle Spitzenfahrer der Serie, um den Sieg, welcher im Finallauf nach 23.00 Uhr vergeben werden sollte. Sophia Floersch reiste als Zweitplazierte der Meisterschaft mit nur 24 Punkten Rückstand auf den Tabellenersten J. Havasi an. Bei ihrer Premiere bei einer Nachtveranstaltung war sie bis in die Fingerspitzen motiviert. In den freien Trainingssitzungen steigerte sich Sophia konstant. Von Sitzung zu Sitzung stellte sich Sophia immer besser auf den für sie unbekannten kurvenreichen Racetrack ein. Pünktlich zum gezeiteten Warm up ergoss sich ein Platzregen über Cervia. Kurzerhand mussten Regenreifen montiert werden, weshalb eine Positionsbestimmung innerhalb des Starterfeldes unmöglich war. Kurz vor 16.00 Uhr stand das Zeittraining auf dem Plan. Sophia positionierte sich im Fahrerfeld optimal, fuhr äußerst konzentriert und profitierte über die Distanz vom Windschatten eines Mitstreiters. Mit 48,224 sec erreichte sie die zweitschnellste Runde. Eine sehr gute Grundlage für den folgenden Qualifikationslauf (Manche) gegen 18.00 Uhr. Sophia ging auf dem zweiten Platz und damit auf der ungünstigen Außenbahn ins Rennen. In den ersten Kurven verlor sie zwei Positionen. Über die Renndistanz gelang ihr - wie bereits bei den OpenMasters in Sarno - ein stark und intelligent gefahrenes Rennen, das sie als Drittplazierte beendete. Sophia wurde aber später auf dem ersten Platz gewertet, da die technischen Kommissare der FIK gegen den Erst- als auch den Zweitplatzierten Sportstrafen verhängten. Im Finale stand Sophia nach Kombination der Ergebnisse aus Zeittraining (2. Platz) und Manche (1. Platz) auf der Pole Position neben J. Cecotto. In den folgenden Runden konterte Sophia mit tapferen Überholmanövern und fuhr sich auf den dritten Platz zurück. Rasch setzte sie sich von den Verfolgern S. Reicher und R. Atlante ab und machte sich daran, zu den beiden davongeeilten führenden J. Cecotto und E. Lazzeri aufzuschließen. Beide fuhren zu diesem Zeitpunkt Rundenzeiten, die im Zeittraining am Nachmittag auf neuen Reifen erreichten wurden, aber im Rennen um fast eine halbe Sekunde schneller waren als die der übrigen Fahrer. Sophia konnte nicht mehr attackieren. Nach 12 Runden überquerte sie abermals als Dritte die Ziellinie. Die FIK-Kommissare kontrollierten die Karts der ersten Drei über volle zweieinhalb Stunden (!): In der kurz vor 2.00 Uhr morgens stattfindenden Siegerehrung konnte Sophia dann den verdienten Siegerpokal in Empfang nehmen. Internet: www.sophia-floersch.de
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